SVEN VÄTH

Genre : Techno

Homecountry : Germany

Sven Väth fand seine Anfänge im elterlichen Tanzlokal, wo er begeistert dem Discjockey zusah und später selbst auflegte. 1982 wurde der 18-Jährige Sven Väth DJ in der Diskothek Dorian Gray im Frankfurter Flughafen und fiel in der damaligen In-Diskothek mit extravaganten Verkleidungen und spontanen Tanzeinlagen während des Sets auf. Im Jahr 1983 begann er, im Vogue aufzulegen, das seinerzeit wegen der ausufernden Partys ebenfalls als In-Club galt, und wurde dort 1984 Resident DJ. Stilistisch bewegte er sich in dieser Zeit zwischen Disco, Soul und Funk.

1985 gründete er mit Michael Münzing und Luca Anzilotti (SNAP!) das Projekt OFF. Die zweite Single (Electrica Salsa) erreichte in ganz Europa hohe Chartplatzierungen. Nach einer Tournee ging Sven Väth 1987 wieder zurück ins Dorian Gray und löste Resident DJ Ulli Brenner ab. Dort legte er von nun an den damals so genannten Belgischen Underground Techno auf, später als EBM (Electronic Body Music) bekannt, und versuchte sich kurzzeitig selbst als Produzent dieser Musik (OFF: Be My Dream). 1988 beendete Väth seine Arbeit im Dorian Gray und ging für ein paar Monate nach Ibiza. Nach seiner Rückkehr kaufte er zusammen mit Michael Münzing und Matthias Martinsohn das Vogue – ein altes Parkhaus ohne richtige Klimaanlage. Sie bauten es um und eröffneten es als Omen. Das Omen schloss 10 Jahre später.

Im Sommer 1990 erreichte die erste Techno-Welle Deutschland. DJ Sven Väth stieg von Acid auf Techno um und propagierte den neuen Sound in seinem „Wohnzimmer“, dem Omen.

Zusammen mit Matthias Hoffmann und Heinz Roth gründete er 1992 das Label Eye Q Records und kurze Zeit später auch Harthouse und Recycle or Die. Als DJ tourte Väth durch die ganze Welt. 1993–1994 stellte sich mit An Accident in Paradise und L’Esperanza auch kommerzieller Erfolg seiner Musik ein, die ihm allerdings zum Großteil von anderen Produzenten wie Stevie B-Zet oder Ralf Hildenbeutel auf den Leib geschneidert wurde.

1997 gründete Sven Väth nach dem vorangegangenen Konkurs seines Labelkonglomerats Eye Q Records/Harthouse die Partyreihe Cocoon. Zunächst gab es nur drei Veranstaltungen in Frankfurt am Main, in München und in Kopenhagen. Ab 1999 fanden die Partys unter dem Namen Cocoon Clubbing statt, zunächst nur im Frankfurter U60311, später u. a. auch im Stammheim in Kassel, Tribehouse in Neuss, Prag in Stuttgart und schließlich auch im Amnesia auf Ibiza. In den Folgejahren wurde die Partyreihe um ein Label und eine Bookingagentur erweitert, bevor Sven Väth am 18. Juli 2004 mit dem Cocoon Club eine neue, aufwendig gestaltete Partylocation in Frankfurt eröffnete, die beim Interieur, bei der Soundanlage und gastronomisch neue Akzente setzen sollte. Der Club wurde bereits bei den im darauf folgenden Dezember durchgeführten Leserumfragen der Groove und der Raveline zum besten Club gekürt.

Zwischen 1990 und 2003 gehörte Sven Väth zum Resident-Team der HR Clubnight, die als renommierteste Techno-/Trance-Radioshow in Deutschland angesehen wird.

Sein jüngerer Bruder, Mike Väth, ist ebenfalls als DJ tätig.